4.2.1 Was ist Brainstorming?

Brainstorming ist eine Kreativitätstechnik für eine Gruppe; Sie ist dafür ausgelegt, eine große Zahl an Ideen zur Lösung eines Problems hervorzubringen. Die Methode geht zurück auf die späten 1930er Jahre, entwickelt von Alex Faickney Osborn und dargestellt in einem Buch mit dem Titel Applied Imagination (Angewandte Verstellungskraft). Osborn postulierte, Gruppen könnten mit der Brainstorm-Methode ihren kreativen Output verdoppeln.1

Inzwischen ist das Wort „Brainstorming“ im angloamerikanischen Sprachgebrauch zum Synonym für kreatives Denken geworden. Quintessenz des Brainstorming ist die Entwicklung von Ideen in einer Gruppensituation, deren Arbeitsgrundlage die vollständige Abwesenheit von Kritik und Urteil ist – ein Prinzip, dessen Anwendung sowohl in der Gruppe als auch beim Individuum hoch produktiv ist und das inzwischen wissenschaftlich nachgewiesen wurde. 

Osborn selbst schrieb:
Brainstorming ist eine Methode, mit der eine Gruppe versucht, die Lösung für ein spezifisches Problem dadurch zu finden, indem sehr viele Ideen gesammelt werden, die von den Mitgliedern spontan geäußert wurden.3

Brainstorming ist ein lateraler Denkprozess. Er setzt voraus, dass die Beteiligten Ideen und Gedanken vorbringen, die auf den ersten Blick abwegig und verrückt sind. Sie können Sie dann verändern und verbessern, bis die Ideen nützlich sind, und oftmals sind sie dann auch überaus einzigartig.4


1 Osborn, A.F. (1963) Applied imagination: Principles and procedures of creative problem solving
2
http://www.mycoted.com/Brainstorming
3
Osborn, A.F. (1963) Applied imagination: Principles and procedures of creative problem solving
4
http://www.mindtools.com/brainstm.html