9.1.1 Was ist Optimierung und Akzeptanzkontrolle von Innovationen?

Definieren wir zu Beginn, was Akzeptanz ist. Akzeptanz, auch Akzeptabilität ist die Grenze, bis zu der Verbraucher und andere Akteure in der Wertschöpfungskette bereit sind, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu konsumieren, zu vertreiben oder zu verkaufen. In Märkten, in denen die Verbraucher nur begrenzte Ressourcen haben, entwickeln die erfolgreichsten strategischen Innovatoren Produkte, die den einzigartigen Bedürfnissen der Verbraucher oder Distributoren oder beiden angepasst sind. Unternehmen reagieren auf spezifische nationale oder regionale kulturelle oder sozioökonomische Aspekte, oder sie bedienen die einzigartigen Anforderungen lokaler Geschäftspraktiken.1

Optimierung und Akzeptanzkontrolle von Innovationen ist eine permanente Marketingaktivität, die darauf ausgerichtet ist, die Akzeptanz innovativer Produkte zu maximieren.

Innovationsmarketing integriert übliche Marketingkonzepte in den Innovationsprozess und konzentriert sich auf Risikosenkung, Ungewissheiten und die Optimierung von Ressourcen. Es entwickelt die Marketingphilosophie „Alles im Innovationsprozess“ von der Klimastabilisierung über die Befriedigung der Kundenbedürfnisse bis hin zur Kontrolle der Ergebnisse der Innovationseinführung.2,3

In dem breit angelegten erfolgreichen Einführungsprozess von Innovationen unterscheidet man das vorhergehende Marketing vor der Existenz des Produktes und das Marketing für eine Produkteinführung, nachdem das Produkt existiert und nun auf den Markt gebracht werden soll. Das vorhergehende Marketing ist sog. „Labormarketing“ während das Produkt-Einführungsmarketing sich mit sichtbaren Aktionen auf den Kunden konzentriert (Verkaufsförderungsaktionen).4


1 Jamie Anderson; Costas Markides, 2007, “Strategic Innovation at the Base of the Pyramid”
2 Komninos, Nikos; Kirgiafini, Lina; Sefertzi, Elena, (2001), Technologies for developing innovation
3 www.urenio.org/rsi/rsi_tool_marketing.php
4 ebd