11.1.4 Wie werden Innovationsnetzwerke aufgebaut?

Zentrale Erfolgsfaktoren zur Netzwerkbildung sind vor allem die Partnerwahl und die Beziehungen, die die Partner untereinander ausbilden (Förderfaktoren)

Nun sind Sie dran! Die Umsetzung der folgenden Punkte ist Grundvoraussetzung für den Erfolg von Innovationsnetzwerken. Verwenden Sie die folgende Tabelle als Checkliste zum „Bau“ Ihres eigenen Netzwerks. Achten Sie auf alle unten genannten Punkte, dann bekommen Sie ein tragfähiges Netzwerk.

Tabelle 2. Kritische Punkte eines Innovationsnetzwerks1

Zentrale Erfolgsfaktoren der Netzwerkbildung sind vor allem die Auswahl der Partner und die Beziehungen, die sie miteinander aufnehmen (Förderfaktoren).

Warum versuchen Sie nicht, in Ihrem eigenen Bereich ein Innovationsnetzwerk aufzubauen? Bedenken Sie die Förderfaktoren und besprechen Sie sie mit einem Ihrer engsten Partner. Warum prüfen Sie nicht die Voraussetzungen für die Einrichtung eines Innovationsnetzwerks, indem Sie folgende Punkte durchgehen: Gemeinsame Ziele, Kommunikations- und Lernfähigkeit der Kooperationspartner, die Fähigkeit, Informationen aufzunehmen und zu verbreiten, die Fähigkeit, auf schwierige Situationen der Partner zu reagieren, ähnliche Problemlösungsansätze und Problemlösungskompetenz, freiwillige Kooperation, wirtschaftliche Vorteile der Kooperation für alle Partner, Entwicklung innovationsrelevanter die Umwelt betreffende Verbindungen, Verlinkung von Ressourcen und Nutzen der Kooperation.

Im Gegensatz zu den oben beschriebenen Förderfaktoren gibt Ihnen die folgende Liste mögliche Gründe (Hemmende Faktoren) die zum Fehlschlag eines Innovationsnetzwerks beitragen. Bedenken Sie diese Punkte, falls Sie ein Netzwerk ins Leben rufen wollen, um dessen Fehlschlag nach Kräften zu vermeiden.2

Hemmende Faktoren für ein Netzwerk:

  • Unterschiedliche Ziele und Strategien.
  • Auf persönlicher Ebene fehlende Identifikation mit den Zielen der Kooperation.
  • Sich ändernde Interessen und Kräfteverhältnisse im Netzwerk, die zur ungleichen Verteilung von Ressourcen führen.
  • Opportunistisches Verhalten einzelner Teilnehmer.
  • Zu viele Teilnehmer, wodurch das Netzwerk unüberschaubar wird.
  • Übertriebenes Harmoniebedürfnis und ein Trend zur Konfliktvermeidung und die Unterdrückung von Wettbewerb unter den Teilnehmern wirken kontraproduktiv gegenüber den ursprünglichen Zielen – sie verhindern Innovation, anstatt sie zu fördern

Die folgende Abbildung zeigt aus der Sicht eines Unternehmens einen Überblick der Partner, die in Betracht gezogen werden sollten, wenn die Einrichtung eines Innovationsnetzwerks ins Auge gefasst wird.

 
Abbildung 3: Die Innovationsunternehmen3

Denken Sie an Ihre eigene Region. Versuchen Sie, anhand von Abbildung 3 eine ähnliche Darstellung zu zeichnen, mit Ihrem Unternehmen als dem innovierendem Unternehmen in der Mitte und den namentlich genannten Institutionen und Organisation, die Ihre Partner sein könnten beim Aufbau eines Netzwerks in Ihrer Region.


1 http://www.forfas.ie/publications/forfas040624/webopt/forfas040624_innovation_networks_webopt.pdf
2 InnoSupport: Supporting Innovations in SME. 11. Innovation Networks. 2005
3 ebd