12.1.3 Praxisbeispiele

Ein Handwerksbetrieb in einem Wohngebiet mit vielen russischen Immigranten hat russische Arbeiter weitergebildet und eingestellt und hierdurch das Geschäft wesentlich ausgeweitet. Die russischen Angestellten verkaufen direkt an die lokale Bevölkerung. Die Beziehungen zum Kunden haben sich wesentlich verbessert. Die Bewohner sind zufrieden darüber, mit den Angestellten russisch sprechen zu können. Die Bewohner fühlen sich hinsichtlich ihrer Bedürfnisse und ihrer Interessen auf Grundlage des gemeinsamen kulturellen Hintergrundes besser verstanden.

Beispiel 2: Einbettung interkultureller Trainings in die allgemeine berufliche Ausbildung. Auszubildende in Medienberufen haben an einem Trainingsprogramm zur interkulturellen Kommunikation teilgenommen und interkulturelle Fragestellungen in berufsbezogenen Aufgaben bearbeitet. Ziel war es, das Gespür für die Verantwortung der Medienmacher für interkulturelle Themen zu erhöhen und die Kompetenz für den Umgang mit diesen Themen in den Medien zu verbessern.

Beispiel 3: Auf Grund von Anfragen und Anregungen der Mitglieder organisiert die regionale Industrie- und Handelskammer Weiterbildungen zur Entwicklung interkultureller Kooperationskompetenz.

Machen wir an dieser Stelle noch einmal eine Denkpause:
Gibt es in Ihrem Unternehmen ähnliche Möglichkeiten zur Kompetenzentwicklung?
Wäre es vielleicht sinnvoll, Ihre örtliche IHK auf Weiterbildungsangebote und Möglichkeiten im Rahmen von EU-Programmen anzusprechen?