Lernziel

Wenn Sie diesen Lernbaustein durchgearbeitet haben, werden Sie wichtige Punkte für ein eigenes Wissensmanagementkonzept selbst bestimmen können. Sie werden sehen, warum Wissensmanagement ein kontinuierliches, ausdauerndes Vorgehen erfordert, bei dem Sie mit einfachen, kleinen Schritten beginnen können. Sie werden einige Werkzeuge aus diesem umfangreichen „Werkzeugkasten“ kennen lernen und feststellen, dass deren Einsatz nicht kompliziert aber wirkungsvoll ist. Nach dem Durcharbeiten werden Sie einen geschärften Blick dafür haben, wo Schlüsselwissen in Ihrem Unternehmen zu finden ist. Sie werden Vorgehensweisen kennen, um Wissen zu erzeugen, zu verteilen und zu sichern. Sie werden die Verflechtung mit Motivation und Unternehmenskultur sowie dem (Ver-)Teilen von Wissen besser erkennen und nutzen können. Der Baustein kann Ihnen helfen, das schöpferische Potenzial  Ihrer Belegschaft besser zu nutzen.   Sie werden sehen, dass Wissensmanagement durchaus auch für kleine und Kleinstunternehmen wichtig und nutzbar ist, weil es Ihre Arbeit effizienter macht, Zeit spart und Ihrer Wettbewerbskraft stärkt. Es hilft Ihnen, Ihre wichtigste Ressource zu stärken und optimal zu nutzen – Ihre Mitarbeiter.

Einführung

Unterhalten Sie sich gern mit anderen, um von Ihren Erfahrungen zu berichten? Dann nutzen Sie mit Sicherheit schon unbewusst eine Form des Wissensmanagements. “Storytelling” – das Erzählen von Geschichten, ist ein (uralter) Brauch, um Wissen und Erfahrungen (zwischen den Generationen) auszutauschen. Die meisten von uns hören seit Kindeszeiten gern kurze Geschichten. Warum sollten wir diese Einführung darum nicht mit einer Geschichte beginnen?

Der Manager eines kleinen Unternehmens und sein “Rechte-Hand-für-alles-” Meister sind gerade von einem Seminar zurückgekommen: „Wissensmanagement für mehr Erfolg in Ihrem Unternehmen“ (solch ein Seminarbesuch ist eine Ausnahme, normalerweise „haben wir dafür keine Zeit“ – aber das Seminar war kostenlos und sie haben es sich einmal „gegönnt“).
Beiden ist jetzt klar, dass Wissensmanagement durchaus sehr wichtig auch für kleine Unternehmen ist. Sie wissen jetzt auch, dass die Anwendung einfacher Techniken nicht so kompliziert ist, wie sie vorher gedacht hatten. Voll neuer Ideen sucht der Unternehmer nach einem Startpunkt. Google hilft fast immer, beiläufig tippt er den englischen Begriff “Knowledge Management” ein und erhält mehr als 83.800.000 Ergebnisse.1  Frust, was soll er damit anfangen?!
“Denken die denn, wir haben Zeit, hunderte von Seiten zu lesen?! Was wir brauchen ist doch einfach ein Stück weit Hilfe dazu, wie man beginnt und was erste wichtige praktische Schritte sind“, bemerkt er und fährt fort: 
“Jeden Tag bekommen wir so viele Informationen. Wettbewerber, Zulieferer, neue Richtlinien, Material, Angebote…Wir brauchen einfach effiziente Wege, um Informationen zu filtern, sie einzuordnen, zu verteilen und abzulegen. Wir müssen sie später schnell finden, wenn wir sie brauchen. Und wir müssen bestimmte Informationen effektiver an Mitarbeiter und Kunden weitergeben, als wir es jetzt können. Müssen wir uns einen Unternehmensberater holen oder können wir selbst mit kleinen Schritten beginnen, so wie sie es uns im Seminar gesagt haben? “
Der Meister erinnert seinen Chef daran, dass es nach Aussage des Seminarleiters nicht nur um besseres Einordnen, Verteilen und Speichern von Informationen geht. Da sei der Bezug zu Elementen der Personalführung wie Mitarbeitermotivation sowie zu anderen Fragen der Organisation und Unternehmenskultur. “Wir brauchen jetzt einfach Information, wie man mit einfachen kleinen Schritten beim Wissensmanagement vorankommt” pflichtet er seinem Chef bei.  Nach  einigen weiteren Recherchen im Netz findet er den InnoSupport Leitfaden und den Baustein „Wissensmanagement“ darin.  “Ich glaub, ich hab gefunden, was wir suchen…!” ruft er aus.

Enthielt diese kurze Geschichte eine für Sie interessante Information? Hätten Sie Wissensmanagement spontan mit Mitarbeitermotivation und Unternehmenskultur verbunden? Wie dem auch sei, genau so - eben über das Erzählen einer Geschichte - kann Wissensmanagement funktionieren!
Dieser Lernbaustein soll allgemeines Verständnis vermitteln.  
Er informiert daher über grundlegende Ansätze, die sowohl in Kleinstunternehmen als in weltweit operierenden Unternehmen gültig sind.
Nachdem Sie den Inhalt durchgearbeitet haben, können Sie besser beurteilen, ob die eine oder andere Vorgehensweise unter den Bedingungen Ihres Unternehmens besser geeignet ist oder nicht.  Dabei gibt es eine enge Verknüpfung mit anderen Inhalten dieses Leitfadens.2 Der Lernbaustein hilft Ihnen dabei, Schritt für Schritt geeignete Maßnahmen zu bestimmen und umzusetzen, um Ihr Wissensmanagement zu verbessern.  
“Innovationsräume”, die Sie in diesem Leitfaden finden und für Online-Brainstorming nutzen können, bieten Ihnen erweiterte Möglichkeiten, innovative Ideen zu finden. Die kostenfreie Möglichkeit, um “Mind Mapping” zum Ordnen und Strukturieren gefundener Ideen zu nutzen, stellt Ihnen dieser Leitfaden ebenfalls zur Verfügung.

Bitte nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit für folgende Überlegung: Wie ist die Situation in Ihrem Arbeitsumfeld?
Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, ob Wissen in Ihrem Unternehmen richtig organisiert und gespeichert ist? Gehen Sie Ihre Mitarbeiter durch und stellen Sie sich vor, dass der eine oder andere morgen nicht erscheinen und für die nächsten sechs Wochen auch nicht erreichbar sein würde. Ist wichtiges Wissen so organisiert, dass ernsthafte Störungen von Abläufen in  solchen Fällen vermieden werden?

 


1 Oktober 2010
2 Wissensmanagement ist u.a. eng verbunden mit den Bausteinen im Kapitel 4 zum Finden innovativer Ideen und Lösungen – Kreativititätstechniken, betriebliches Vorschlagswesen... oder  auch mit Kapitel 11 - Netzwerke für Innovationen

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Folgende Symbole helfen Ihnen, sich in diesem Modul zu orientieren

Zu Beginn das Lernziel bzw. kleiner Ausblick.

 

Hinweis, Tipp

Hintergrundinformation, 
davon sollten Sie gehört haben.

 

Problem

Definition

 

Aufgabe, Zwischenfrage an Sie

Wichtig

 

Download von Dokumenten, Anlagen

Merke

 

Zum Ende eine Zusammenfassung

Die Piktogramme neben den Artikeln bedeuten

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