10.3.6 Zusammenfassung

Wissensmanagement ist darauf gerichtet, den Erwerb/die Erzeugung, die Weitergabe, die Nutzung und Bewahrung von Wissen bei und zwischen Individuen sowie im Unternehmen insgesamt mit dem Ziel seiner optimalen Nutzung systematisch zu gestalten. In der Folge können insbesondere eine bessere Erschließung innovativer Potenzen, ein höheres Maß an Einbeziehung und Zufriedenheit der Mitarbeiter  sowie  eine bessere Wettbewerbsfähigkeit erreicht werden. Wissen kann individuell sein, im Kopf des Einzelnen gespeichert, nicht ohne weiteres für andere zugänglich. Dann ist es implizit. Es ist schwieriger auszutauschen. Wissen, das für andere zugänglich ist, das wir z.B. in Handbüchern, Gebrauchsanweisungen oder eben diesem Leitfaden finden, bezeichnen wir als explizit. Das Managen von implizitem und explizitem Wissen erfordert unterschiedliches Vorgehen und Werkzeuge.
Wissensmanagement trägt dazu bei, Wissen im Unternehmen besser zu identifizieren, Wissensfluss und den Wissensaustausch zu optimieren. Dies ist von großer Bedeutung für die Zufriedenheit, die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter.  Motivierte Mitarbeiter, die sich einbringen wollen, sind wiederum ausschlaggebend dafür, innovatives Potenzial zu erschließen. Wissensmanagement beeinflusst jedes Glied der Innovationskette positiv. Der geldwerte Nutzen ist nicht einfach kalkulierbar. Deshalb ist es unabdingbar, dass die Unternehmensleitung von der Nützlichkeit überzeugt ist und entsprechende Unterstützung gewährt.  
Da Wissensmanagement kontinuierliches Engagement erfordert, sollte die Unternehmensführung einen “Wissensarbeiter” bestimmen. Erfolgreiche Entwicklung des Wissensmanagements muss die Trias Mensch-Technik-Organisation beachten.
Unser Kerngeschäft bestimmt  unser grundsätzliches Vorgehen beim Wissensmanagement. Wir unterscheiden hierbei Kodifizierung und Personalisierung. Kodifizierung ist darauf gerichtet, Wissen für eine effektive Mehrfachnutzung zur Verfügung zu haben. Das Personalisierungskonzept ist auf das „Sichtbarmachen“ und den Austausch von implizitem Wissen gerichtet.  

Hauptziel dieses Bausteins war es darzustellen, wie wichtig Wissensmanagement auch in kleinen Unternehmen ist. Wir haben gesehen, dass uns einfache Techniken und Maßnahmen helfen, unsere Arbeit leichter und effizienter zu gestalten. Und uns ist bewusst geworden, dass Wissensmanagement zugleich ein wichtiger Beitrag dafür ist, um eine motivierende und innovative Unternehmenskultur zu gestalten. Wir wissen nun, wie wir grundlegend unsere Wissensmanagementstrategie bestimmen. Uns ist bewusst geworden, dass Wissensmanagement ein Prozess ist. Wir können mit kleinen Schritten beginnen. Die Maßnahmen sind für jede Art von Unternehmen oder Organisation geeignet, unabhängig von der Größe. Sie haben nun diesen Baustein durchgearbeitet und Bezüge zu Ihrem Arbeitsumfeld hergestellt. Wäre es nun nicht ein guter Moment, sofort mit konkreten Maßnahmen zu beginnen? Wir wissen ja, dass viele Ideen und Möglichkeiten leicht Opfer der täglichen Routine werden. Vielleicht führen Sie morgen ein Gespräch mit dem zukünftigen Wissensarbeiter?