10.3.8 GLOSSAR

Job rotation ist Werkzeug des Wissensmanagements, bei dem ein Mitarbeiter planmäßig verschiedene Tätigkeiten und Aufgabenbereiche durchläuft, um ihn mit der ganzen Prozessbreite und/oder bestimmten Aufgaben vertraut zu machen. Dieser Ansatz ist geeignet, implizites Wissen im Unternehmen zu verteilen und Mitarbeiter mit Querschnitts- oder Managementaufgaben besser vorzubereiten.  Ein weiterer positiver Effekt kann darin bestehen, Abstumpfung und Unterforderung bei Routinetätigkeiten vorzubeugen. Job rotation erweitert somit das Aufgaben- und Verantwortungsspektrum und kann als motivierendes Element eines Anreizsystems angewandt werden. (Zimmer, Gerd 2011)

Storytelling nutzt das Berichten/Erzählen über Vorgehensweisen und Ereignisse aus der individuellen Tätigkeit oder betrieblichen Abläufen, um individuelles, also implizites und somit schwer zu vermittelndes Wissen für andere sichtbar und nachvollziehbar zu machen.  Das Erzählen bewirkt bei den Zuhörenden Reflektions- und Lernprozesse. Das Funktionieren von Storrytelling setzt entsprechende Ermöglichungsbedingungen voraus, z.B. Kaffeeecken, Communities of Practise zum (vorbereiteten) Präsentieren und Austausch von Fach- und Methodenwissen sowie von Erfahrungen.  Zugleich bietet sich hier die Möglichkeit, Leistungen von innovativen sowie älteren und erfahrenen Mitarbeitern in einem größeren Rahmen anzuerkennen. (Zimmer, Gerd 2011)

Tandem Lernen ist eine effektive Technik des Wissensmanagements. Ein Experte und eine „Lehrling“ arbeiten über einen längeren Zeitraum gemeinsam. Hierbei wird der Transfer von speziellem (impliziten) Expertenwissen möglich. Der (rechtzeitige!) Einsatz ist besonders empfehlenswert, bevor hoch spezialisierte Mitarbeiter in den Ruhestand gehen.